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Von Deutschland nach Norwegen und zurück🇩🇪🇩🇰🇳🇴

Norwegen 2025 – #Mein Fazit

Wir sind schon wieder zwei Tage zu Hause, und doch wirken die Eindrücke unseres Roadtrips nach. Irgendwie fühlt sich gerade alles unwirklich an … wir haben so viel erlebt, und doch waren wir eigentlich nur knappe fünf Tage insgesamt unterwegs, in denen wir gute 3.000 Kilometer heruntergerissen haben. Hat es sich gelohnt?

Ja! Und ich würde es wieder machen! Es ist erstaunlich, aber auf solchen Touren fühle ich mich gesundheitlich immer deutlich besser, als ich das zu Hause tue. Ist schon verrückt!

Heute bin ich gefragt worden, ob die Fahrt nicht viel zu anstrengend ist. Aber ich kann das wirklich verneinen. Vielleicht ticke ich da anders, aber im Grunde ist für mich die Fahrt das eigentliche Erlebnis. Jeder gefahrene Meter war diesmal ein Erlebnis, hinter jeder Kurve hatte man den Mund weit offen und musste über die Schönheit dieser Landschaft staunen. Wir sind diesmal auch unzählige Male rausgefahren und standen dann oft alleine am Wasser, am Berg, am Fjord.

Umso trauriger war ich dann wirklich, dass einfach alle Campingplätze geschlossen waren. Auch die öffentlichen Toiletten waren alle zu. Natürlich hatten wir eine Toilette dabei, aber mit Duschen wäre es schon schwer geworden. Allerdings hat man auch gemerkt, dass einfach kaum Touristen unterwegs waren – zumindest nicht im Camper oder Van. Wenn es kalt wird, frieren wahrscheinlich die Leitungen ein. Kann ich schon alles nachvollziehen.

Wäre ich alleine gewesen, hätte ich bestimmt freigestanden, zu zweit fand ich es aber diesmal wirklich schwer, zumal unser Rhythmus doch sehr unterschiedlich ist. Paul schläft gerne mal bis Mittag, ich stehe um 5 Uhr auf. Das macht es auf 2 Quadratmetern schwer, auch mit dem Toilettengang. Ich kann ja schlecht um 5 Uhr sagen: Komm, geh mal vor die Türe!😅

Würde ich noch einmal zu dieser Jahreszeit fahren? Ja! Auf jeden Fall! Aber vielleicht wirklich alleine. Mit den Jungs dann doch lieber im Herbst, wenn man noch auf Stellplätze kommt. Gerade der Stellplatz in Feda ist so schön. Es war wirklich schade, dass er geschlossen war.

Was ich allerdings wohl vorerst nicht mehr machen würde: mit der Fähre übersetzen! Natürlich ist das bequem, aber irgendwie auch langweilig, und ich muss wirklich gestehen: Ich war von den mitfahrenden Menschen dann doch irgendwie genervt. Ich bin absolut nicht für Schiffsfahrten und Buffetessen gemacht – das habe ich wieder schmerzhaft feststellen müssen. Jeder so, wie er mag, aber für mich ist das nichts. Und nicht nur die vielen Menschen, auch die Kabine empfand ich diesmal als nicht wirklich lohnenswert. Alles ist viel zu eng, und aus dem Alter für Etagenbetten bin ich auch raus. Natürlich gibt es auch größere Kabinen, aber die kosten halt auch direkt wieder mehr. 

Erstaunt hat mich aber wieder die Verkehrslogistik. Wir sind ja nur die E39 gefahren, aber das Ineinandergreifen von Landstraße und Übersetzen mit dem Schiff auf der Strecke, hat mich komplett verblüfft! Das läuft da alles reibungslos, und die Fähren setzen in kürzeren Abständen von Insel zu Insel über, als es unsere deutschen Busse oder Regionalbahnen auf dem Landweg schaffen. Auch die Straßen sind top in Schuss und gepflegt. Dafür zahle ich gerne Maut👍🏻

Wenn man fernab der E39 fährt, wird es hingegen schon einmal abenteuerlich und mit Sicherheit auch eine große Herausforderung für unsere Fahrzeuge. Hans hat da schon oft leise „Hilfe“ gerufen, wenn ich im 1. Gang einen Berg hochgefahren bin. Zum Glück hatte es nicht geschneit – davor habe ich wirklich großen Respekt, und die geplante Fahrt zum Nordkapp würde ich zu dieser Jahreszeit dann doch noch einmal überdenken.

 

Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich mal eine Zeit dort leben möchte. Gerade fernab der großen Städte und Fähren ist es doch sehr ruhig. Manchmal sieht man kilometerweit keine anderen Autos – das wäre gerade das Richtige für mich😅

Natürlich muss man sich klar sein: Mit Erholung hat so ein Trip nichts zu tun. Aber für meine mentale Verfassung war das genau das Richtige! Ich habe die langen Fahrten wirklich genossen. Manchmal haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten, manchmal herrschte Stille und ich habe mir über alles mögliche Gedanken gemacht. Das war toll! Gefühlt bin ich auf Reisen viel freier als zu Hause🙈

Und „nein“ – natürlich lief nicht alles glatt! Ich habe mich verfahren, Ausfahrten verpasst, war streckenweise mit den Fähren erst einmal überfordert, habe Paul angemault, obwohl er nichts dafür konnte (aber wir haben immer schnell die Kurve bekommen😅). Auf der Hinfahrt habe ich unsere Gutscheine fürs Buffet verloren – zum Glück konnte man alles mit dem netten Servicepersonal klären. Ich war schon ganz schön „durch“, wenn ich ehrlich bin. Aber irgendwie hat es dann doch alles geklappt.

Begeistert war ich von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Dänen und der Norweger – zumindest von den Mitarbeitern der Fähren und in Geschäften oder Hostels. Etwas enttäuscht war ich hingegen von den Mittouristen, die sich aus meiner Sicht viel und oft danebenbenommen haben – das war alles ziemlich hochnäsig und verschnupft und satt, was ich da erlebt habe. Aber das würde jetzt zu weit führen. 

Wir brauchen keine Spaßbäder, kein Entertainment-Land, kein Sterne-Hotel – und ich glaube, da kann ich für uns alle in der Familie sprechen. Vielleicht ist das ein Vorsatz für das kommende Jahr, dass ich den Innenraum von Hans noch einmal versuche zu optimieren, dass man eben doch leichter freistehen kann … und dann alleine im Fjord steht? Das wäre toll! Irgendwas muss ich mir noch überlegen. Ich hatte ja genug Zeit nachzudenken, und habe auch die eine oder andere Idee, die ich einmal besser und genauer ausarbeiten möchte. 

Somit ist mein Fazit: Jederzeit wieder! Auch gerne so kompakt! Vielleicht ist es vermessen zu glauben, dass das immer so schön sein muss. Und natürlich hatten wir auch wieder großes Glück mit dem Wetter. Aber ich habe wirklich Fernweh nach dem Norden. Es muss vielleicht auch gar nicht immer Norwegen sein – Dänemark ist auch großartig, und selbst die Durchfahrt hat mir wieder ein wohliges Gefühl im Herzen gemacht. Mal sehen, was nächstes Jahr noch so passiert🤗

Du hast Fragen? Schreib mir gerne! 

Danke für Deine Zeit!

Dein
Andy🍀

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